Im Einsatz für Mauswiesel, Hermelin und Co.

Ende Februar machten sich zwei Klassen aus der 3. Oberstufe gemeinsam mit ihren Lehrerinnen auf den Weg, um im oberen Rorschacherberg in der Nähe des Hofes von Andreas und Selina Diethelm einen Umwelttag zu verbringen. Der Lehrplan Volksschule verlangt auch eine Bildung für nachhaltige Entwicklung und so haben die Jugendlichen die beiden kleinsten heimischen Raubtiere kennen gelernt: Hermelin und Mauswiesel. Zwei weitere Fachpersonen haben den Klassen dabei interessante Informationen über die Eigenheiten und die Lebensweise dieser Tiere vermittelt. Sie sind in der biologischen Schädlingsbekämpfung aktiv und ernähren sich hauptsächlich von Wühlmäusen und Vögeln.

Landschaft und Umgebung in urbanen Gebieten sind normalerweise gut und sauber aufgeräumt. Deshalb haben Mauswiesel und Hermeline wenig Schutz und sind ihren natürlichen Feinden wie Füchsen und Greifvögeln zu sehr ausgesetzt, denn ihre Reviere sind klein und an Beutetiere gebunden. Sie verlassen ihr Versteck lediglich in einem Umkreis von wenigen hundert Metern, um Nahrung zu suchen, und benötigen gut vernetzte ökologische Kleinstrukturen als Jagdgebiete. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Menschen Stein- und Asthaufen sowie Hecken bewusst stehen lassen oder sogar künstlich anlegen. In einer Gemeinde wie dem Rorschacherberg mit einer Autobahn wären Wildtierquerungen wichtig, damit die Lebensräume der Tiere nicht zerstückelt werden.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Steig haben tatkräftig mitgeholfen, Steinhaufen fachgerecht anzulegen und Asthaufen zu bilden. Sie mussten eine Fläche am Abhang ausstechen, Steine auslegen sowie die Bruthöhle mit Kompartimenten vorbereiten und mit Stroh auslegen. Danach mussten die Steine und Äste gekonnt aufgeschichtet werden, so dass lediglich Öffnungen von wenigen Zentimetern entstehen, damit Katzen und Füchse nicht eindringen können.

Es war ein sehr eindrücklicher Tag bei bestem Wetter, wobei die Schülerinnen und Schüler sehr viel über die Natur gelernt und etwas für die Tiere getan haben. Die Jugendlichen haben enorm gut arbeitet und für diesen Einsatz viele Komplimente erhalten, so dass Lernen «extra muros» noch mehr Freude macht.

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